Fitness

Hausarbeit und Fitness

Junge Frau bei der Hausarbeit

Die leidige Hausarbeit… Putzen, Wischen, Staub saugen, Bügeln, Rasen mähen sind zumeist ungeliebte Tätigkeiten, die von vielen so lange wie möglich hinaus geschoben werden. Was aber, wenn man Hausarbeit ab sofort in den Dienst der eigenen Fitness stellt? Der Sportwissenschaftler Prof. Hans Bloss ist der Ansicht, dass es für die Fitness ausreichend ist, die Bewegungen in Alltag und Haushalt bewusst und intensiv auszuführen. Damit erübrige sich sogar weitere sportliche Betätigung.

Ab dem 25. Lebensjahr verliert der Mensch in jedem Jahr ein Prozent seiner Muskelmasse, sofern er nicht mit Bewegung gegensteuert. Ab fünfzig wird es noch dramatischer: nun werden sogar zwei Prozent Muskeln pro Jahr eingebüßt. Im Alter von sechzig Jahren kann man also einen Verlust von 45% Muskelmasse beklagen, sofern man nichts dagegen tut. Deshalb wird allgemein zu sportlicher Betätigung geraten. Doch man kann diese Entwicklung auch aufhalten, indem man die täglich notwendigen Bewegungen bei der Hausarbeit und im Alltag bewusst ausführt. Positive Nebeneffekte: die Tätigkeiten machen mehr Spaß und der Kalorienverbrauch steigt mit der Intensität der Bewegungen.

Beim Fenster putzen kann man bei seinen Bewegungen weiter ausholen als bisher üblich und die Spannung in Armen, Schultern und Bauch bewusst intensivieren. Staub saugen hat erhebliches Fitness-Potenzial: anstatt unlustig die Düse in der Wohnung umher zu schieben, kann man auch hier mit Schwung arbeiten und Möbel und herumliegende Gegenstände aus dem Weg räumen. Auch schwer zugängliche Stellen saugen und dabei öfter mal halb in die Knie gehen- gut für Bauch, Oberschenkel und die Wohnung. Staub wischen bringt mehr, wenn man auch die oberen Bereiche ohne Leiter zu erreichen versucht. Sich auf die Zehenspitzen zu stellen ist für viele eine längst vergessene Körperhaltung, aber sehr effektiv für Füße und Beine. Auch Wäsche kann man so oder so aufhängen. Bei der zweiten Variante stellt man nicht den Korb in bequem erreichbare Höhe, sondern auf den Boden und holt sich jedes Wäschestück einzeln- nicht durch Bücken, sondern indem man mit angespanntem Bauch und geradem Rücken in die Knie geht. Genau so kann man auch den Müll aus dem Eimer holen, anstatt sich danach zu bücken. Auch aus Sicht der Wohnung wird Müll übrigens gern öfter entsorgt, weil so dem Auftreten von Ungeziefer besser vorgebeugt wird.

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Das bewusste Ausführen von Bewegungen bei der Hausarbeit kann man im normalen Alltag fortsetzen. Der Gang zum Supermarkt, das Benutzen der Treppe statt der Rolltreppe, der Weg zur Arbeit, bei dem man eine Station früher aussteigt- praktisch jede Situation kann genutzt werden, um seinem Körper ganz nebenbei etwas Gutes zu tun und ihn bewusster wahrzunehmen. In einer amerikanischen Studie wurde bewiesen, dass sich bei Zimmermädchen, die ihre Arbeit auch als Fitnesstraining begriffen,  Gesundheitswerte wie Blutdruck und Cholesterin messbar verbesserten.

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